Arten von Elektromotoren

In der Industrie wurden bis vor ca. 15 Jahren noch sehr häufig Gleichstrommotoren eingesetzt. Sie haben den Vorteil, dass sie leicht zu regeln sind und in der Ausführung als fremderregte Maschine sehr stabil in ihrem Drehzahlverhalten sind. Gleichstrommaschinen haben jedoch den Nachteil, dass sie Kohlebürsten haben. Da diese während des Betriebes verschleissen, müssen sie regelmäßig erneuert werden.
Mit der Entwicklung von leistungsfähigen Transistoren wurden die Wechsel- bzw. Drehstrommotoren zunehmend interessant. In der Industrie hat sich mittlerweile der Drehstrom-Asynchronmotor als der Standard-Elektromotor durchgesetzt. Er ist im Aufbau vergleichsweise einfach und braucht, außer eine gelegentliche Schmierung der Lager, keine Wartung. Mit den modernen Frequenzumrichtern lässt sich heute mit Drehstrommotoren eine Regelungsgenauigkeit erreichen, die der einer Gleichstrommaschine in nichts nachsteht.

In den letzten Jahren kommt immer häufiger eine langsam laufender Drehstrommotor zum Einsatz, der sehr hohe Drehmomente liefern kann. Wegen des hohen Drehmoments werden diese Motoren als Torque-Motoren bezeichnet. Der Läufer dieses Motors ist mit Permanentmagneten bestückt, darum arbeitet dieser Motor als Synchronmotor. Sie laufen auf Grund ihrer Funktionsweise vollkommen synchron zur angelegten Frequenz. Aus diesem Grund sind diese Elektromotoren in ihrem Drehzahlverhalten genauer als der Asynchronmotor. Außerdem sind diese Motoren meist mit Wasser gekühlt und nicht mit einem Lüfter, daher sind sie extrem leise. Weil sie mit vergleichsweise hohen Polpaarzahlen gebaut werden und darum langsamer drehen, kann man auf ein Getriebe verzichten.

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